{"id":2585,"date":"2019-09-18T21:49:04","date_gmt":"2019-09-18T19:49:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.grafschaftslauf.de\/web\/?page_id=2585"},"modified":"2020-02-18T12:29:06","modified_gmt":"2020-02-18T11:29:06","slug":"die-grafschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.grafschaftslauf.de\/web\/die-grafschaft\/","title":{"rendered":"Die Grafschaft"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Zur Geschichte der Grafschaft Rietberg<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahr 2014 konnte Rietberg, in einer Urkunde vom 10. Oktober 1289 erstmals als Stadt genannt, sein 725-j\u00e4hriges Stadtjubil\u00e4um feiern. Die Stadtwerdung ist eng mit der Bildung der Grafschaft Rietberg durch die Erbteilung der Arnsberger Grafen Gottfried III. und Konrad I. im Jahre 1237 verbunden. Die schon im 11. Jh. bestehende Burg Rietberg wurde Residenz des nach ihr benannten neuen Territoriums, die dort bestehende Siedlung zur gleichnamigen Landeshauptstadt Rietberg ausgebaut.<\/p>\n<p>Die Grafschaft Rietberg erstreckte sich seit dem Hochmittelalter auf einer Fl\u00e4che von ca. 215&nbsp; km\u00b2 und bestand neben der Residenzstadt Rietberg aus den Kirchd\u00f6rfern Mastholte, Neuenkirchen, Verl und dem erst 1743 gegr\u00fcndeten Kaunitz. Hinzu kamen zw\u00f6lf Bauerschaften und eine gro\u00dfe herrschaftlichen Waldung, genannt die \u201eHolte\u201c, wo Anfang des 17. Jh. am Ort eines zerst\u00f6rten festen Hauses das gr\u00e4flich-rietbergische Jagdschloss zur Holte (Schloss Holte) errichtet wurde.<\/p>\n<p>Mit dem Tod von Johann II. Graf von Rietberg im Jahre 1562 endete die Herrschaft des gr\u00e4flichen Hauses Arnsberg. Die Grafschaft fiel 1577 an das ostfriesische Haus Cirksena und gelangte 1699 durch Heirat an das m\u00e4hrisch-tschechische Grafengeschlecht Kaunitz. Das erst 1623 im Stil der Renaissance ausgebaute Schloss Rietberg verlor seine Funktion als Residenz, da sich die regierende Landesherrschaft im 18. Jahrhundert \u00fcberwiegend in im tschechischen Austerlitz oder Br\u00fcnn, aber auch am kaiserlichen Hof in Wien aufhielt.<\/p>\n<p>Das Haus Kaunitz-Rietberg stattete seine westf\u00e4lische Grafschaft mit bedeutenden Institutionen (Gymnasium Rietberg, Kirchspiel Kaunitz) und Barockbauten (Johanneskapelle) aus. Aus der Ehe der Rietberger Erbgr\u00e4fin Maria Ernestine Franziska mit Graf Maximilian Ulrich von Kaunitz ging der 1764 von Kaiserin Maria Theresia in den erblichen F\u00fcrstenstand erhobene Staatskanzler Wenzel Anton von Kaunitz-Rietberg (1711-1794) hervor. Damit wurde 1746 ein Staatsmann von europ\u00e4ischem Rang Rietberger Landesherr. Kaunitz bescherte der Emsgrafschaft ein beispielhaftes politisches, wirtschaftliches und soziales Reform- und Modernisierungsprogramm aus dem Geist des aufgekl\u00e4rten Absolutismus.<\/p>\n<p>Mit der Franzosenzeit kam 1807 das Ende der selbstst\u00e4ndigen Grafschaft Rietberg. Auf dem Wiener Kongress von 1815 wurden die \u00c4mter (Kantone) Rietberg und Neuenkirchen (seit 1838 Verl, damals noch mit Liemke und Schlo\u00df Holte) zu einem Teil des K\u00f6nigreiches Preu\u00dfen. Im Jahre 1822 erwarb der Osnabr\u00fccker Kaufmann und Fr\u00fchindustrielle Friedrich Ludwig Tenge (1793-1865) den ehemals gr\u00e4flichen Besitz mit allen verbliebenen herrschaftlichen Rechten. Seit 1946 geh\u00f6ren die heutigen St\u00e4dte Rietberg, Verl und Schlo\u00df Holte-Stukenbrock zu Nordrhein-Westfalen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Geschichte der Grafschaft Rietberg &nbsp; Im Jahr 2014 konnte Rietberg, in einer Urkunde vom 10. 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